Fokus Saarland

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Klaus Altmeyer
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66822 Lebach

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02.10.1919 Ratifikation des Versailler Vertrages.
13.02.1920 Amtsantritt der vom Völkerbund bestellten Regierungskommission für das Saargebiet.
06.03.1920 Streik der Beamten des Saargebietes.
23.12.1921 Verleihung der Städteordnung an die Gemeinde Neunkirchen.
24.03.1922 Schaffung des Landesrats als gewählter Vertretung der Saarbevölkerung mit beratender Stimme.
23.06.1922 Wahl zum 1. Landesrat.
Okt. 1922 Entstehung der ersten Ortsgruppe der NSDAP in Saarbrücken.
05.02.1923 Beginn des großen Bergarbeiterstreikes an der Saar.
01.06.1923 Einführung des französischen Frankens als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel im Saargebiet.
27.01.1924 Wahl zum 2. Landesrat.
25.03.1928 Wahl zum 3. Landesrat.
17.09.1928 Anschluss Saarbrückens an den internationalen Luftverkehr.
14.06.1929 Abschluss des preußischen Konkordates, das auch für das Saargebiet galt.
14.07.1933 Die Deutschnationale Partei, die Deutsch - Saarländische Volkspartei, die Deutsch-Bürgerliche Mitte, das Zentrum und die NSDAP-Saar schließen sich zur Deutschen Front zusammen zum Zwecke der Propagierung des Anschlusses an das Deutsche Reich.
01.03.1934 Neuorganisation der Deutschen Front.
10.08.1934 Ernennung Joseph Bürckels zum Saarbevollmächtigten der Reichsregierung.
13.01.1935 Volksabstimmung im Saargebiet
(90,5 Prozent der gültigen Stimmen für Rückkehr zum Deutschen Reich).
30.01.1935 Reichsgesetz über die vorläufige Verwaltung des Saarlandes.
01.03.1935 Rückgliederung des Saarlandes an das Deutsche Reich.
20.03.1935 Auflösung der „Deutschen Front”, Neugründung der NSDAP in Saarbrücken.
1935 Inbetriebnahme des Rundfunksenders Saarbrücken.
07.03.1936 Besetzung der entmilitarisierten Zone auf dem linken Rheinufer durch deutsche Truppen.
1936 Beginn des Baues einer großen Befestigungslinie an der Westgrenze des Reiches („Westwall").
01. 04.1937 Erhebung der Gemeinde Völklingen zur Stadt.
03.09.1939 Kriegserklärung Frankreichs an das Deutsche Reich.
Herbst 1939 Vorfeldkämpfe an der saarpfälzischen Grenze und im Warndt.
08.04.1940 Zusammenlegung der Dienststellen des Reichskommissars für das Saarland und des Regierungspräsidenten in Speyer als „Reichskommissar für die Saarpfalz”.
14.06.1940 Deutscher Angriff an der Saarfront, Durchbruch durch die Maginotlinie.
02.09.1940 Zusammenfassung der Dienststellen des Reichskommissars für die Saarpfalz in Speyer und in Kaiserslautern und Verlegung nach Saarbrücken.
11.03.1941 Erlass des Führers und Reichskanzlers, wonach der Reichskommissar für die Saarpfalz die Bezeichnung „Der Reichsstatthalter in der Westmark” führt.
15.05.1941 Die Dienststellen des Reichsstatthalters in der Westmark und des Chefs der Zivilverwaltung in Lothringen werden unter dem Namen „Der Reichsstatthalter in der Westmark und Chef der Zivilverwaltung in Lothringen” zusammengefasst. Behördenleiter: Reichsstatthalter Gauleiter Bürckel.
30.07.1942 Erster schwerer Luftangriff auf Saarbrücken.
1944 Mehrere schwere Luftangriffe auf Saarbrücken und andere Städte und Orte des Saarlandes.
Nov. 1944 Schwere Kämpfe zwischen deutschen und amerikanischen Truppen zwischen Mosel und Saar (Orscholzriegel).
02./03.12.1944 Einnahme von Saarlouis durch amerikanische Truppen.
21.03.1945 Völlige Besetzung des Saarlandes durch amerikanische Truppen.
10.07.1945 Ablösung amerikanischer Truppen durch franz. Truppen.
29.07.1945 Die französische Militärregierung übernimmt die Verwaltung des Saarlandes.
30.08.1945 Ernennung eines eigenen Délégué Supgrieur, Gilbert Grandval, für das Saarland.
31.08.1945 Vertreter der altpreußischen Union gestehen den westlichen Provinzen des ehemaligen Freistaates Preußen das Recht zu, das Kirchenregiment für ihren Bereich selbständig auszuüben.
02.01.1946 Übernahme der Saargruben durch die franz. Verwaltung.
25.04.1946 Französisches Memorandum anlässlich der Konferenz der Außenminister in Paris mit folgenden Forderungen: Übertragung des Eigentums der Saargruben an Frankreich, Einbeziehung des Saarlandes in das französische Zoll- und Währungssystem, Ausscheiden des Saarlandes aus der Zuständigkeit des Kontrollrates, Übernahme der außenpolitischen Vertretung durch Frankreich, Schutz des Saarlandes durch französische Truppen, Übernahme der Kontrolle der Saarverwaltung und Trennung von der Verwaltung des Rheinlandes.
18.07.1946 Angliederung von 142 Gemeinden an das Saarland mit etwa 900 qkm und 80.000 Einwohnern.
18.08.1946 Verleihung der Bezeichnung „Stadt” an die Gemeinde Sulzbach.
08.10.1946 Bildung eines vorläufigen Verwaltungsausschusses für Justiz, Inneres, Finanzen, Wirtschaft, Öffentliche Arbeiten, Wiederaufbau, Landwirtschaft - Ernährung, Arbeit, Sozialversicherung, Soziale Fürsorge, Erziehungswesen, Jugend, Sport, Kultus.
03.03.1947 Einweihung der Saarländischen Universität in Homburg.
06.06.1947 Rückgliederung von 61 Gemeinden an die Rheinpfalz und Angliederung von bisher 13 rhein-pfälzischen Gemeinden an das Saarland.
16.06.1947 Einführung der Saarmark als gesetzliches Zahlungsmittel. Ausweisung von 485 Familien aus Gründen der „Sicherheit der Besatzungstruppen”.
25.09.1947 Veröffentlichung des Entwurfes einer Verfassung des Saarlandes.
05.10.1947 Wahlen zum ersten Landtag des Saarlandes (Verfassungsgebendes Parlament). CVP - 51,17 Prozent, SPS - 32,78 Prozent, KP - 8,43 Prozent, DPS - 7,62 Prozent.
08.11.1947 Annahme der Verfassung durch den Landtag.
15.11.1947 Einführung der französischen Währung im Saarland mit Wirkung vom 20.11.1947.
20.12.1947 Bildung der saarländischen Regierung durch Johannes Hoffmann mit CVP und SPS und einem parteilosen Minister.
30.03.1948 Einführung der Zollunion zwischen Frankreich und dem Saarland mit Wirkung vom 1.4.1948.
08./13.11.1948 Konstituierung der „Evangelischen Landeskirche des Rheinlandes” als eigene Landeskirche.
15.12.1948 Französisch-saarländisches Kulturabkommen. Das Abkommen regelt den Austausch von Wissenschaftlern und Lehrkräften, die finanzielle Unterstützung der Universität, das Verhältnis der saarländischen Jugendorganisationen zu den französischen; es räumt der französischen Sprache den Vorrang in sämtlichen Unterrichtsfächern ein; Französisch ist Pflichtfach vom zweiten Schuljahr ab.
01.09.1949 Verleihung der Bezeichnung „Stadt” an die Gemeinde Dillingen.
1949 Verlegung der Universität des Saarlandes nach Saarbrücken.
03.03.1950 Unterzeichnung von 12 Abkommen zur Regelung des Verhältnisses Frankreich - Saarland (sogenannte Saarkonventionen)in Paris.
19.07.1950 Das Sekretariat des Europarates gibt die Aufnahme des Saarlandes als assoziiertes Mitglied bekannt.
28.09.1950 Übereignung der Röchling'schen Eisen- und Stahlwerke GmbH/Völklingen, der Neunkircher Eisenwerke AG/Neunkirchen, der Mannesmann-Röhrenwerke/Bous und der Dynamit AG Saarwellingen mit Wirkung vom 25.11.1949 an Frankreich als Reparationsleistungen.
14.04.1951 Johannes Hoffmann bildet sein 2. Kabinett, dem Minister der CVP und 1 parteiloser Fachminister angehörten.
21.05.1951 Auflösung und Verbot der DPS sowie Beschlagnahme ihres Vermögens wegen verfassungsfeindlicher Haltung.
25./28.01.1952 Die französische Regierung gibt bekannt, dass der französische Hohe Kommissar für das Saarland, Grandval, zum Leiter der französischen Diplomatischen Mission, mit dem Rang eines Botschafters ernannt wurde. Errichtung eines Amtes für Europäische Angelegenheiten beim Ministerpräsidium des Saarlandes. Beschluss der Saarregierung, eine diplomatische Vertretung in Paris zu errichten. Zum Leiter der Mission wird Dr. E. Strauß ernannt.
20./22.11.1952 Der Vorsitzende der Einheitsgewerkschaft im Saarland Kutsch wurde nach Einleitung eines Ausschlussverfahrens von der Kriminalpolizei an der Ausübung seines Amtes gehindert. Der Hauptvorstand des Industrieverbandes Bergbau spricht ihm am 21. einstimmig das Vertrauen aus. Am 22. wird er vom Vorstand der Einheitsgewerkschaft wegen Verstoßes gegen die Richtlinien parteipolitischer Neutralität ausgeschlossen.
30.11.1952 Wahlen zum 2. Landtag des Saarlandes.
Abgegebene Stimmen: 93 Prozent der Stimmberechtigten
Gültige Stimmen: 75,5 Prozent der abgegebenen Stimmen
Ungültige Stimmen: 24,5 Prozent der abgegebenen Stimmen
CVP - 41,3 Prozent der abgegebenen Stimmen, SPD - 24,5 Prozent der abgegebenen Stimmen,
KP - 7,2 Prozent der abgegebenen Stimmen, DV - 2,5 Prozent der abgegebenen Stimmen
23.12.1952 Johannes Hoffmann (CVP) bildet eine Koalitionsregierung mit der SPS.
20.05.1953 Unterzeichnung der neuen Saarkonventionen durch Außenminister Bidault und Ministerpräsident Hoffmann.
12.08.1953 Die Auflösung des Industrieverbandes Bergbau wird unter Einschaltung des Bundes Freier Gewerkschaften rückgängig gemacht.
24.12.1953 Inbetriebnahme des Fernsehsenders Tele-Saar.
17.07.1954 Neubildung des saarländischen Kabinetts durch Johannes Hoffmann, ohne Beteiligung der SPS.
23.10.1954 Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich über das Statut der Saar in Paris unterzeichnet.
01.01.1955 Inbetriebnahme des Senders „Europa I”.
03.05.1955 Vertrag zwischen Frankreich und dem Saarland über wirtschaftliche Zusammenarbeit.
05.05.1955 Inkrafttreten der Pariser Verträge vom Oktober 1954.
23.07.1955 Zulassung der „prodeutschen” Parteien im Saarland.
23.10.1955 Volksbefragung im Saarland über die Billigung des Saar-Statuts.
Abgegebene Stimmen 97,55 %, gültige Stimmen 96,72 %, ungültige Stimmen 2,45 %,
NEIN 67,71 %, JA 32,29 % der gültigen Stimmen.
29.10.1955 Bildung einer unparteilichen Übergangsregierung (Fachminister) unter Heinrich Welsch.
18.12.1955 Wahlen zum 3. Landtag des Saarlandes: Abgegebene Stimmen 90,4 Prozent.
CDU - 25,4 Prozent, CVP - 21,8 Prozent, DPS - 24,2 Prozent, SPD - 14,3 Prozent,
SPS - 5,8 Prozent, KP - 6,6 Prozent, kleinere Parteien 1,9 Prozent.
10.01.1956 Bildung der saarländischen Regierung unter Dr. Hubert Ney (CDU) mit DPS und SPD und 1 parteilosen Fachminister.
20.10.1956 Abschluss eines Kulturabkommens zwischen dem Saarland und Frankreich.
27.10.1956 Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich zur Regelung der Saarfrage.
23.12.1956 Bundesgesetz über die Eingliederung des Saarlandes.
01.01.1957 Politische Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik Deutschland.
Überführung der „Eisenbahnen des Saarlandes” in die Deutsche Bundesbahn.
25.03.1957 Das Kabinett Ney tritt zurück.
04.06.1957 Neubildung der Regierung unter Egon Reinert (CDU) mit DPS und SPD.
30.06.1957 CVP beschließt den Beitritt zur CSU.
31.10.1958 Außerbetriebsetzung des Fernsehsenders „Tele-Saar”.
21.01.1959 Rücktritt der Regierung Reinert.
26.02.1959 Egon Reinert bildet 2. Kabinett mit SPD.
19.04.1959 CVP beschließt auf dem Landesparteitag mit 525 gegen 31 Stimmen bei 6 Enthaltungen die Auflösung.
23.04.1959 Tod Egon Reinerts, Auflösung seiner Regierung.
30.04.1959 Bildung der Regierung unter Dr. Franz Joseph Roeder (CDU) mit SPD.
06.07.1959 Aufhebung der Wirtschaftsunion mit Frankreich,
Eingliederung des Saarlandes in das deutsche Wirtschaftsgebiet,
Einführung der D-Mark im Saarland als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel.